Agrarallianz Schweiz
15. Dezember 2020

Medienmitteilung, Chur, 15. Dezember 2020

Der Handlungsbedarf bleibt bestehen

Mit der Sistierung der Agrarpolitik 2022+ wird die grundsätzliche Weiterentwicklung der politischen Rahmenbedingungen vorerst verzögert. Aus Sicht der Agrarallianz ist der Entscheid des Ständerats enttäuschend. Der ausgewiesene Handlungsbedarf muss nun über die Pa. IV 19.475 „Das Risiko beim Einsatz von Pestiziden reduzieren“ angegangen werden.

Der Ständerat hat am 14. Dezember nach engagierter Debatte die Sistierung der Agrarpolitik 2022+ beschlossen. Ausserdem hat die kleine Kammer das Postulat 20.3931 – Zukünftige Ausrichtung der Agrarpolitik angenommen. In Anbetracht der Tatsache, dass sich Label- und Branchenorganisationen engagiert für die Umsetzung der Agrarpolitik 2022+ eingesetzt hatten, sind die Entscheide aus Sicht der Agrarallianz enttäuschend.

Der ausgewiesene Handlungsbedarf in Bezug auf die Verminderung von Nährstoffüberschüssen und weiterer negativer Auswirkungen auf die Umwelt wird nun in erster Linie über die Pa. IV 19.475 „Das Risiko beim Einsatz von Pestiziden reduzieren“ angegangen. Diesen politischen Handlungsstrang gilt es zu nutzen.

Die bäuerlichen Mitglieder der Agrarallianz haben bereits deutlich gemacht, dass die Sistierung nichts an ihrem Willen ändert, mit ihren Marktpartnern nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Konsumentinnen und Konsumenten, Detailhandel, Land- und Ernährungswirtschaft werden Lösungen entwickeln, die den Klimaschutz in der Landwirtschaft verbessern, den Erhalt der Biodiversität und das Tierwohl weiter fördern und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Antibiotika reduzieren werden. Die Agrarallianz begleitet diese Entwicklung, die Politik ist eingeladen mit geeigneten Instrumenten die Branchen in ihrer nachhaltigen Entwicklung zu unterstützen.

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